von Katharina Ratzberger
KMU-Erfolgsstory: Gerhard Alscher, MBA

Gerhard Alscher, MBA, Business Coach, 33 Jahre

 

 

 

Masterthesis:

„Personelle Engpässe bei den Anbietern mobiler Pflegedienste. Ist die Zusammenarbeit mit Arbeitskräfteüberlassungsunternehmen die Lösung?“

 

F: Nach Beendigung des Studiums, wie sieht Ihr Resümee aus?

 

 

 

A: Es war eine superspannende Zeit und das Faszinierende daran war: Ich konnte Gelerntes sofort in der Praxis umsetzen. Ich habe auch während des Studiums Vollzeit gearbeitet, und zwar in einer Führungsposition im Personalmanagement. Theorie und Praxis gleich miteinander verbinden zu können, war schon eine ganz tolle Sache. Genau diese Anwendbarkeit der Theorie hat mir an dieser Studienform so gut gefallen und natürlich auch die freie Zeiteinteilung. Ich habe am Abend die Vorlesungen angeschaut und nächtens gelernt. Auch die Wochenenden waren natürlich sehr eingeteilt. Das alles wäre an einer herkömmlichen Uni nicht gegangen und ich hätte nie einen akademischen Grad erwerben können. Netzwerken mit Studienkollegen ist dafür etwas schwieriger, natürlich gibt es Lerngruppen, aber man hat kein Gesicht zum Namen. Aber funktioniert hat es auch. Viel lernen, viel Zeitaufwand, viel Organisation – aber es hat sich ausgezahlt.

Die Krönung war dann die Graduierung in London an der Middlesex University. Ich habe dabei immer an die Harry-Potter-Filme denken müssen, da alle so schöne Gewänder und Hüte trugen und ich selbst in einer Robe steckte. Es hatte etwas absolut Feierliches und ich hätte es auch als Zuschauer nicht gerne verpasst. Es war zwar schon eine Massenveranstaltung, aber mit einer perfekten Organisation. Und der kurze Augenblick auf der Bühne war für mich eine schöne Erfahrung.

Ich denke schon darüber nach, wie und was ich weiterlernen werde.

 

F: Blicken wir zurück, was war der Anlass für Ihr Fernstudium?

 

A: Berufliche Gründe: Vollzeitbeschäftigung, All-in-Vertrag, Führungsposition – dies alles machte mir ein herkömmliches Studium unmöglich. Somit habe ich mich auf die Internetsuche begeben und Alternativen recherchiert. Fernstudien werden ja immer beliebter und haben mittlerweile auch schon ein gutes Image bekommen. Natürlich erwartete ich mir für mein Geld auch eine gewisse Serviceleistung und diese war gegeben. An einer öffentlichen Uni muss man im Bedarfsfall sicher sehr viel länger auf eine Antwort warten, als es beispielsweise bei der KMU-Studienberatung war.

 

F: Was machen Sie beruflich genau?

 

A: Zu Studienbeginn war ich im Personalmanagement. Mein Steckenpferd Arbeits- und Sozialrecht hat mich beim Studium besonders interessiert. Jetzt bin ich in der Erwachsenenbildung als Trainer tätig, mit den Schwerpunkten Arbeits- und Sozialrecht und BWL.

 

F: Hängt der Berufswechsel mit dem Studium zusammen?

 

A: Da gab es einen Zufall dazwischen ... Aber ich dürfte heute nicht vortragen, hätte ich nicht den dementsprechenden Abschluss. Also ohne Studium keine Chance.

 

F: Konnten Sie gleich wieder ins „Lernen“ einsteigen?

 

A: Nach zehn Jahren musste ich erst wieder hineinkommen. Zu Beginn übte ich, wie ich eine Seite lerne, und letztendlich waren es doch mehrere Tausend Seiten, die ich durchgearbeitet habe. Aber es ging relativ schnell. Eine Freundin hat mich am Anfang unterstützt, aber ich kam, wie gesagt, recht schnell wieder hinein.

 

F: Wie empfanden Sie die Prüfungssituationen?

 

A: Mit fortgeschrittenem Alter hat man sicher eine andere Einstellung, das Studium ist frei gewählt, der inhaltliche Schwerpunkt auch. Das heißt, ich habe ja eine freiwillige Entscheidung getroffen mit einem klaren Ziel vor Augen. Der finanzielle Einsatz spielt sicher auch eine Rolle und motiviert und Prüfungen waren Erfolgsstationen am Weg.

 

F: Bezieht sich der Inhalt Ihrer Masterthesis auch auf Ihr berufliches Umfeld?

 

A: Ich beschäftigte mich mit der Entwicklung der Hauskrankenpflege und dieses Thema war hundertprozentig auf meine Praxis bezogen. Die Erkenntnisse aus der MT waren relevant und auch entscheidend für die weitere Arbeit. Die personellen Probleme in der Hauskrankenpflege sind uns ja bekannt, mir war also von Anfang an klar, wie in etwa die Forschungsfrage ausgehen wird, aber dennoch zeigen die Fakten die Dramatik besonders.

 

F: Sie sind Vater eines kleinen Sohnes. Kam der Junior in dieser Zeit zu kurz?

 

A: Ich hoffe nicht. Sonntags ausschlafen und ähnliche Annehmlichkeiten gab es natürlich nicht, Freizeit war schon der Familie gewidmet. Mit dem nötigen Verständnis und einer gewissen Unterstützung ist diese Zeit aber gut zu schaffen.

 

F: Wie haben Sie sich belohnt, nachdem es geschafft war?

 

A: Mit der Reise nach London und natürlich gab es auch eine Feier! Jetzt bin ich dabei zu überlegen, was ich weitermachen werde. Vielleicht ein Jus-Studium, vielleicht etwas anderes, vielleicht spare ich auch auf das Doktoratsstudium.

Ich möchte an dieser Stelle auch Lob aussprechen. Ich hatte natürlich „Hochs und Tiefs“ wie jeder Student. Insgesamt hat alles wunderbar und unbürokratisch funktioniert. Die Unterstützung, die nötig war, gab es. Ich kann nur den Tipp geben, dass mit einem straffen Zeitplan, guter Organisation und mit dem nötigen Willen ein Studium zu bewältigen ist.

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